Ein 5-Gänge Menü vom Feinsten

 

Wächtersbach: Zum 10. Mal feierten die Freunde Châtillons im Kulturhaus Aufenau ihren Französischen Abend. Das Jahresfest der Mitglieder des Vereins hat im Laufe der Zeit nichts von seiner Attraktivität eingebüßt, im Gegenteil…

Kommt man in Wächtersbach auf den Französischen Abend der Freunde Châtillons zu sprechen und ein freudiges Lächeln zieht über das Gesicht des Gesprächspartners, dann sieht man, er weiß Bescheid. Der kulinarische und gesellschaftliche Höhepunkt im Jahreskreis des Vereins bleibt als freundliche Erinnerung haften und das schon seit dem Jahr 2003!

Der große Saal im Kulturhaus Aufenau, günstig neben dem Vereinsheim gelegen, stellt immer wieder den äußeren Rahmen für die Veranstaltung der Freunde Châtillons dar. Ihn aber in einen einladenden Festsaal für etwa 100 Teilnehmer zu verzaubern, dafür bedarf es schon einigen Aufwandes und der helfenden Hände vieler Vereinsmitglieder. Ein kreativer Tischschmuck und Kerzenlicht bringen dann abends den gewünschten feierlichen Eindruck. Auch akustisch wurde einiges getan: der Chorleiter Dennis Korn spielte live am elektrischen Klavier. Angenehm einladend und unaufdringlich sorgte er für gute Stimmung im Saal. Die Pausen füllte Discjockey Günter Gärtner, der auch für die Tontechnik verantwortlich zeichnete.

Eine große Herausforderung war es ein französisches Menü zusammenzustellen, das mit den beschränkten technischen Möglichkeiten am Veranstaltungsort zu realisieren ist. Damit sind wir schon beim Koch Loïc Chartier und seinem eingespielten Küchenteam, das auch in diesem Jahr wieder Großartiges geleistet hat: Ein 5-Gänge Menü vom Feinsten, das auch noch nachträglich Gourmetherzen höher schlagen lässt.

Es gab, nach einem Aperitif, zum Eingang eine ausgezeichnete Kartoffel-Lauch-Cremesuppe mit Käsecroûtons. Der Zwischengang, ein Kabeljaufilet mit Salzkartoffeln und Beurre Blanc, zeigte einmal mehr die hohe Kunst der französischen Saucenbereitung. Der Hauptgang, ein Kalbsspieß in Calvados-Sauce an Blattspinat mit Mandelblättchen und Paprika-Reis, war eine nuancenreiche und exquisit abgeschmeckte Gaumenfreude, die ausgezeichnet mit den angebotenen Weinen korrespondierte. Das Dessert, in Frankreich häufig mit Champagner oder Crémant serviert, bot für sich allein schon genug Düfte und Geschmacksanregungen. Es waren exotische Früchte an Crème blanche. Nicht fehlen durfte auch dieses Mal wieder die letzte Herausforderung der Menügäste mit einer reichen Käseauswahl.

Die vielen Veranstaltungen des Vereins im sich neigenden Jahre boten den Gästen, neben dem Essen, genügend Gesprächsstoff. Zusätzliche Anregung gaben aber die schönen, an eine große Leinwand projizierten Bilder aus Frankreich. Ein großes Dankeschön ergeht an alle am Gelingen des Festes beteiligten Helfer.

Maru Freund

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