Frankreichs Südwesten ist eine Reise wert.

Wie in jedem Jahr, stand bei den Freunden von Châtillon,Vonnas,Baneins wieder Anfang Oktober eine Studien- und Sprachreise nach Frankreich auf dem Programm. Dieses Mal sollte Bordeaux und der immerhin 1.300 km entfernte Südwesten unseres Nachbarlands erkundet werden – mit seinen breiten Atlantikstränden, pittoresken Häfen, berühmten Baudenkmälern, köstlichen Spezialitäten und besten Weinen eine nicht nur bei Franzosen beliebte Urlaubsregion.
Die Hinreise am 1. Oktober 2014 führte zunächst über das elsässische EGUISHEIM südlich von Colmar, einem kleinen Juwel, das etwas Märchenhaftes hat und nicht von ungefähr im Jahr 2013 von den Franzosen zum beliebtesten Dorf Frankreichs gewählt wurde.
Am nächsten Tag ging die Reise weiter über Mulhouse, Belfort, Besancon und die herrliche Auvergne mir ihren Vulkanen nach Bordeaux, wo das familiär geführte Hotel de France im besten Viertel der Innenstadt unser Standort für die nächsten 4 Tage sein sollte.
Das elegante BORDEAUX empfängt mit prächtigen Straßen, Denkmälern und Bauten wie z. B. dem zum UNESCO Weltkulturerbe gehörenden ‚Grand Théâtre‘, einem Meisterwerk klassizistischer Baukunst, und dem ‚Palais de la Bourse‘ und dem ‚Hôtel des Douanes‘ aus dem 18. Jahrhundert, die den ‚Place de la Bourse‘ harmonisch flankieren. Zugleich ist Bordeaux eine junge, moderne Stadt mit unzähligen eleganten Geschäften, Bistrots und Restaurants, in denen bis in die Nacht reges Leben herrscht und in denen auch wir die köstlichen Spezialitäten der Region genießen konnten.
Bei herrlichem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen durfte natürlich auch ein Ausflug an den Atlantik nicht fehlen. Unser Ziel war das beliebte Seebad ARCACHON an der CÔTE D’ARGENT, wo wir im Wasser am Strand entlang schlenderten und einige von uns sogar noch ein Bad nahmen. Danach galt es, die südlich von Arcachon gelegene größte Wanderdüne der Welt zu erklimmen: die DUNE DU PILAT, 3 km lang , 115 m hoch und 500 m breit. Der Aufstieg lohnt sich, bietet sie doch einen herrlichen Panoramablick auf den Atlantik und das gesamte Küstengebiet.
Schwierig wurde die Wahl des zu besuchenden Weinbaugebiets, ist das BORDELAIS mit seinen Lagen Medoc, Pessac, Graves, Entre-Deux-Mers, Libournais, Pomerol und St. Emilion doch die weltweit größte und bekannteste Anbauregion von Spitzenweinen. Wir entschieden uns für ST. EMILION, eine reizende Stadt, deren Ursprünge ins 8. Jahrhundert zurückreichen und deren Gassen noch heute mittelalterliche Häuser säumen. Eine Rundfahrt im Cabrio-Bus durch das umliegende Weinbaugebiet mit ihren zahlreichen Châteaux rundete unseren Besuch ab.
 Um möglichst viel von Frankreich kennen zu lernen, beschlossen wir, auch die Heimreise nicht direkt anzutreten, sondern noch einige Zwischenstopps einzulegen. So lernten wir schließlich auch noch COGNAC, die alte Hafenstadt LA ROCHELLE und die gegenüber liegende Insel ILE DE RÉ kennen, wo wir ein weiteres Mal mit köstlichen Fischspezialitäten verwöhnt wurden. Die letzte Nacht auf unserer insgesamt 3.000 km langen Reise durch Frankreich verbrachten wir in POITIERS , einer modernen Stadt mit altem Stadtkern und reichem architektonischen und historischen Erbe, bevor wir am 7. Oktober 2014 wieder heimatlich Gefilde erreichten.

 Maru Freund

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Ausflüge veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.