Nach Marseille der Sprache wegen

Ankunft in MarseilleEin Herbstausflug nach Frankreich, um Land und Leute kennen zu lernen und dabei Französisch zu hören und zu üben, das ist für die Sprachschüler des Vereins der Freunde von Châtillon, Vonnas, Baneins in Wächtersbach eine lieb gewordene Tradition. Das Reiseziel 2015 hieß Marseille und die Fahrt ging ab Frankfurt mit dem französische Schnellzug TGV. 1000 km Entfernung in knapp 8 erholsamen Stunden Fahrzeit, das war ein angenehmer Einstieg in das Abenteuer. Das Hotel für die 18 Reisenden lag nur wenige Minuten vom Stadtzentrum, mit seinem malerischen „Alten Hafen“ entfernt; eine gute Voraussetzung zur Erkundung der Stadt.

Mit einem „Kleinen Zug“ („petit train“), so heißen die wendigen, kleinen Fahrzeuge für die Stadtrundfahrten, ging es dann durch alte Gassen, an St. Victor, der ältesten Kirche Frankreichs vorbei, bis hinauf zur beeindruckenden, hoch über der Stadt thronenden Kirche Notre Dame de la Garde. Von dort aus hat man den schönsten Blick auf die Stadt zu Füßen, die Berge rundum und die Inseln davor. Die Insel „If“, mit ihrer Festung war auch das nächste Ziel der Reisenden. Ebenfalls mit dem Boot ging es ein andermal, bei strahlendem Wetter, an der zerklüfteten Steilküste mit den malerischen Buchten, dem Nationalpark der „Calanques“ entlang, bis zum nächsten Ort der Cassis heißt.

Die Stadt selber hat aber noch viele eigene Sehenswürdigkeiten, die die Reisegruppe der Reihe nach besuchte. Da ist die neue, schön angelegte Uferzone: Es war ein genialer Einfall des Bürgermeisters, die riesigen Massen von Sand und Fels aus dem Bau der U-Bahn der Stadt auf und vor die ehemals felsige Küste zu schütten und so ein Freizeitparadies für die Städter zu schaffen. Das MUCEM, ein modernes, erst kürzlich eröffnetes Museum, gleich an der alten Burg, am allgegenwärtigen Wasser gelegen, ist ein weitere Attraktion der Stadt. Sie bietet einiges für Museumsfreunde, aber durch die Verbindung mit der Burg auch für Jedermann ein Stück Stadtgeschichte.

Das Schönste bei der Exkursion war es aber immer wieder das pulsierende Leben der Stadt zu beobachten. Sei es der täglich morgens am Hafen stattfindende Fischmarkt, sei es das bunte und lautstarke Treiben in den arabisch bewohnten Straßen, mit ihren vielen Geschäften und den davor aufgetürmten Waren oder der Sonntagsmarkt auf dem viele selbst gefertigten Produkte aller Art angeboten wurden. Abends öffnen dann, insbesondere in der Hafenregion die unzähligen Restaurants, die wohl überwiegend Touristen anlocken wollen. Die Straßen füllen sich mit einem neuen Publikum, dass jetzt auf der Suche nach dem optimalen Abendmenü ist. Viel Fisch gab es allenthalben und die Spezialität Bouillabaisse, eine Suppe mit Fischeinlage, durfte, jeweils auf etwas andere Weise bereitet, in keinem der Häuser fehlen. Manchmal konnten die Gäste auf einem Fischstand vor dem Restaurant auch direkt „ihre“ Fische oder Meeresfrüchte auswählen!

Um viele neue Eindrücke aus einer interessanten und schönen Ecke Frankreichs bereichert, kehrte die Reisegruppe der Freunde Châtillons von ihrer 6-tägiger Reise zurück.

Maru Freund

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