Ein Reigentanz auf der Brücke von Avignon

  Wächtersbach: Auch den Evangelischen Kindergarten besuchte kürzlich das französische Verschwisterungskomitee aus der Region Châtillon, Vonnas und Baneins. Während sie den Kindern schöne Holzgeschenke mitbrachten, bedankten sich die Kinder mit französischen Liedern. Besonders in der Erinnerung haften bleibt aber der Reigentanz den die Kinder bravourös vorführten.

Tradition ja, aber keine jährlich wiederkehrende Routine, ist die Verteilung von Gastgeschenken durch unsere französischen Partner in den Kindergärten der Stadt. Das haben die französischen Gäste wieder einmal erleben dürfen.

Die in Wächtersbach weilende Delegation aus der Partnerregion Châtillon, Vonnas und Baneins nutzt regelmäßig den Aufenthalt in der Messestadt, zum Besuch von Kindergärten und Schulen. Dabei werden Geschenke verteilt. Im Wechsel mit anderen Kindergärten, war in diesem Jahr der Evangelische Kindergarten in der Poststraße an der Reihe. Gekommen war das französische Verschwisterungs-Komitee mit ihrem neuen Vorsitzenden Alain Givord, an der Spitze, begleitet von der Präsidentin des Wächtersbacher Verschwisterungsvereins Marianne Leschinger und Weiteren.

Die Delegation wurde von Frau Goldmann, der Leiterin des Kindergartens empfangen. Im großen Gymnastikraum warteten schon die Kinder auf die angekündigten Gäste aus Frankreich. Sicherlich waren sie sehr gespannt und ungeduldig, denn vorausgegangen war eine lange Vorbereitung der Kleinen. Eine musikalische Vorbereitung war es dieses Mal. Zwei französische Volkslieder hatte Frau Müller mit den Kindern einstudiert: „Frère Jacques“ und „Sur le pont d’Avignon“. Und wer glaubte, die Kleinen wüssten nicht, was sie sangen, den haben die Kinder selbst eines Besseren belehrt. Mit einem Reigentanz begleiteten sie das Lied und zeigten mit lebhafter Gestik, wie die Damen und Herren sich auf der Brücke von Avignon bewegten. Auch Erwachsene durften sich am Reigen beteiligen: Pfarrer Schilling machte es ihnen vor.

Hatten die deutschen Kinder die Gäste mit französischen Liedern begrüßt, so hat sich nun Alain Givord, der Franzose mit einer Ansprache in Deutsch revanchiert. Auch ein selbst gebasteltes Kunstwerk haben die Kinder den Gästen aus Frankreich überreicht. Für Beobachter waren das alles schöne Zeichen einer langen, über Jahrzehnte gereiften Partnerschaft, die in drei Jahren ihr 50jähriges Jubiläum begehen will.

Dann endlich durften die Kinder die in der Mitte des Saales stehenden Geschenkkisten öffnen. Es waren schöne, traditionelle Holzspielsachen drin: Ein Puppenhaus, ein Parkhaus und eine Feuerwehrstation. Alles qualitätsvoll, kindgerecht und aus einem Guss, fanden die Geschenke daher auch sofort freudige Aufnahme bei den Kindern. Zum Abschied gab es natürlich noch eine kleine süße Erinnerung für jedes einzelne der Kinder.

Maru Freund

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