Gedenken des großen Bruderkrieges

Vonnas: Gedenkfeier zum 100-jährigen Ende de Grande Guerre 

Wächtersbach: Der 11. November 2018, als 100. Jahrestag des Waffenstillstand von Compiègne, am Ende eines vier Jahre währenden, mörderischen Krieges, war auch für die Freunde von Châtillon, Vonnas, Baneins in Wächtersbach ein Datum des Gedenkens. Auf Einladung der französischen Partner fuhr daher eine vierköpfige Delegation der Freunde von Châtillon nach Frankreich.

Allein die Tatsache, dass eine solche Einladung aus Frankreich erfolgte, ist ein Zeichen des gewachsenen Vertrauens und auch dafür, wie tief und brüderlich die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern und den Gemeinden Wächtersbach sowie Châtillon, Vonnas und Baneins verwurzelt ist. Für die Franzosen war und ist der 1. Weltkrieg die „Grande Guerre“, der große Krieg, bei dem etwa 8 bis 10 Millionen Menschen weltweit ihr Leben verloren haben.

Am Wochenende vom 9.-11. November folgten die Freunde Châtillons der Einladung des dortigen Comité de Jumelage (Verschwisterungskomitees) und des Collège (Gymnasiums) von Vonnas und fuhren nach Frankreich. Die Sprachschüler des Collège von Vonnas hatten aus Anlass des Jahrestages eine Ausstellung organisiert. Es wurden Gegenstände aus dem 1. Weltkrieg und Briefe gezeigt. Hierunter befand sich auch ein Brief eines Richard Weber aus Wächtersbach.

Am Sonntag fanden die Gedenkfeierlichkeiten in allen drei Partnerorten statt. Die Delegation aus Wächtersbach musste sich daher aufteilen, um an allen drei Orten präsent sein zu können. Die getragene Stimmung der sehr emotionalen Gedenkfeierlichkeiten zeigte, wie nahe uns heute noch, im 21. Jahrhundert das einschneidende Ereignis vom Beginn des 20. Jahrhundert ist. Im Mittelpunkt der Feier in Vonnas stand auch der Brief von Richard Weber, eines Lehrers in Aufenau. Er wurde in deutscher und französischer Sprache vorgelesen. Zudem waren die deutschen Gäste zu gemeinsamen Kranzniederlegung eingeladen worden.

Vier nachdenkliche und tief berührte Wächtersbacher traten am Sonntagnachmittag den Rückweg nach Deutschland an.

Maru Freund

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